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Eine Insel schützt ihre Umwelt
Naturpark Usedom
Das Miteinander von Mensch und Natur in einer Region,
die hauptsächlich vom Fremdenverkehr lebt, verstehen die Initiatoren des Projekts Naturpark Usedom als Herausforderung.
Die Insel im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, an der Grenze zu Polen, ist ein landschaftliches Idyll, mit wilden
Orchideen und seltenen Torfmoosen, in dem sich nicht nur zahlreiche Tierarten wie Weiß- und Schwarzstorch,
Kranich, See- und Fischadler oder Otter wohlfühlen. Usedom war auch immer Ziel vieler Urlauber.
Reizvolle Ostseebäder und ansprechende Dörfer in einer Landschaft, deren Verteilung von Wald und landwirtschaftlicher
Fläche seit dem Mittelalter fast unverändert ist, sollen auch in Zukunft die Reiselustigen anziehen.
Und in diesem scheinbaren Widerspruch liegt der besondere Schwerpunkt der Förderung durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung.
Es wird angestrebt, ein Naturparkkonzept zu erarbeiten, das dem Menschen die Besonderheiten der Landschaft näherbringen
und diese gleichzeitig schützen soll.
Ziel ist, eine Fläche von mehr als 500 km² als Naturpark auszuweisen. Die Insel Usedom mit einer Fläche
von 375 km² soll dazugehören, sowie 70 km² Festland; der Rest sind Wasserflächen von Peenestrom,
Achterwasser und Oderhaff.
Dieses Stiftungsprojekt arbeitet hin auf die Erhaltung großflächiger Kulturlandschaften mit eigenen
Ökosystemen, deren naturverträgliche Erholungsnutzung und nachhaltige Landnutzung.
Neben den bereits bestehenden Naturschutzgebieten sind vorerst von insgesamt 19 in Planung begriffenen Naturschutzgebieten
sieben festgesetzt worden. Zu den Aufgaben des Projekts gehört aber auch Informationsarbeit gegenüber
den Gemeinden und der Öffentlichkeit, Dokumentation der kulturellen Eigenarten der Insel und der Siedlungs-
und Landnutzungsformen. Der Naturpark Usedom soll das Markenzeichen der Insel werden, wo die Touristen und die
Seeadler gleichermaßen gern gesehene Gäste sind.
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